Diplomatie als kollektive Praxis - Botschaftssekretäre und diplomatischer Alltag im frühneuzeitlichen Istanbul - ein Buch von Florian Kühnel
Beschreibung
Diplomatie war eine kollektive Praxis: Florian Kühnel plädiert für ein neues Verständnis frühneuzeitlicher Außenbeziehungen.
Diplomatie - das sind Verhandlungen zwischen Gesandten, Herrschern und Ministern über Krieg und Frieden, so die gängige Sichtweise. In seinem Buch zeigt Florian Kühnel jedoch, dass Diplomatie in der Frühen Neuzeit weit mehr war als das: Sie war keine individuelle Leistung einzelner »großer Männer«, sondern eine »kollektive Praxis«, an der verschiedene - männliche und weibliche - Akteure teilhatten und die sehr viel mehr umfasste als Verhandlungen allein.
Um ein solches erweitertes Verständnis von Diplomatie in der Anwendung zu erproben, nimmt Kühnel vor allem die englische (bzw. britische), aber auch die venezianische, französische und niederländische Botschaft im frühneuzeitlichen Istanbul in den Blick. In akteurszentrierter und praxeologischer Perspektive bezieht e
