Der Körper in der Frühen Neuzeit - Praktiken, Rituale, Performanz
Beschreibung
Vergesellschaftung in der Frühen Neuzeit verlief ganz wesentlich über das Arrangement und die semiotische Aufladung von menschlichen Körpern. Im Zentrum der letzten Tagung des Wolfenbütteler Barock-Arbeitskreises standen Körperpraktiken im gesamten Spektrum von eher instrumentellen Körpertechniken bis hin zu zeichenhaft-performativen Ritualen und Inszenierungen. In den Blick rückten so Fragen nach der Historizität von Körperpraktiken, nach dem Spannungsfeld von Normativität und Alltagshandeln, nach dem Wechselspiel von der nur scheinbaren Statik der Rituale und gesellschaftlicher Dynamik, nach dem Gegensatz von Stabilisierung und Legitimierung sozialer Ordnung sowie den Möglichkeiten von Ironisierung und Subversion. Die Beiträge des aus der Tagung hervorgegangenen Bandes dokumentieren eine interdisziplinäre Sicht auf relevante Aspekte des Körpers im Barock und lassen sich vier inhaltlich
